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Tips zum Wandern auf dem Götterweg

Aufgrund der Erfahrungen, die ich bisher bei Mehrtageswanderungen gemacht habe, möchte ich gerade für Anfänger noch ein paar Tips zum Wandern geben.

Rucksackgewicht

Je mehr Gewicht man mit sich rumschleppen muss, desto anstrengender. Das ist ja logisch.
Besonders bei Steigungen und Aufstiegen macht sich das Rucksack-Gewicht extrem bemerkbar. Schiebt mal ein Auto den Berg hinauf, dann wisst Ihr, was ich meine.

Daher mein Rat: Lasst soviel zuhause, wie es geht und nehmt nur das Nötigste mit. Weniger Gewicht bedeutet immer auch mehr Spaß beim Wandern.

Für Tips zum Packen und der Ausrüstung gibt es weitere Infos auf de Seite Ausrüstung.

Wanderschuhe

Aufgrund der Tatsache, dass es oft über unbefestigte Wege und steilere Pfade geht, würde ich leichte Wanderstiefel empfehlen. Die Gefahr, mal abzurutschen und umzuknicken ist auf der Via degli dei durchaus existent.

Stein im Schuh

Wenn im Schuh irgend was anfängt zu drücken oder man ein Steinchen drin hat, sollte man am besten gleich danach schauen, Schuh ausziehen und den Stein entfernen.

Ansonsten läuft man Gefahr, dass sich dort punktuell eine Druck- oder Scheuerstelle bildet, die dann zur Blase wird und auf der weiteren Wanderung Schmerzen verursacht.

Das gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Unannehmlichkeiten, z.B. Scheuerstelle durch Rucksack, Gürtel, Unterhose, etc. Wenn man das ganze über Kilometer ignoriert, kann sich das auf Dauer rächen.

Wanderstöcke

Wanderstöcke können das Gehen stark erleichtert und ermöglichen damit längere Etappen. Gerade beim Auf- und Abstieg sind Wanderstöcke sehr nützlich.

Ich bin den Via Degli Dei bis auf ein paar steile Abstiege ohne Wanderstöcke gelaufen, meine Frau fand die Wanderstöcke aber meistens sehr nützlich.

Pausen bei längeren Etappen

Länger Etappen sollte man teilen und in der Mitte eine länger Pause einlegen (30-60 Minuten). Dann am besten Schuhe und Strümpfe ausziehen. So können sich die Füße am besten regenerieren. Ruhig auch mal die Füße hochlegen und entspannen. So kann man den zweiten Teil der Etappe dann erfrischt angehen und hat den Akku wieder etwas aufgeladen.

Was man aber nicht tun sollte, ist die Füße in (kaltes) Wasser tauchen, denn dadurch weicht die Haut zusätzlich nochmal auf und und ist dann empfindlicher beim Weiterlaufen.

Trinken

Man sollte immer genügend zu trinken mitnehmen, es dabei aber natürlich auch nicht übertreiben, weil man das Gewicht auch tragen muss. Wir haben auf der Via degli dei eigentlich immer Möglichkeiten gefunden, Wasser nachzufüllen und sind mit 1 Liter Wasser (in je 0,5 l Flaschen) pro Person meist gut ausgekommen.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass man besser 2 kleinere Flaschen mitnimmt als eine große, da sich das Gewicht besser am oder im Rucksack verteilen lässt und der Rucksack nicht zu einer Seite gezogen wird.

Wir hatten ganz normale 0,5 Liter PET Mineralwasserflaschen mit, die wir immer wieder aufgefüllt haben.